8 Welpen!
Kinder, Kinder, Welpen ...
29.03.2010
Der Besucherstrom nimmt zu. Vor allem die Kinder sind natürlich sofort hingerissen: "Mama, ich will auch so einen Hund!". Wirkt aber überhaupt nicht - meistens jedenfalls.
Anders die Interessenten. Die kommen bereits wohlinformiert und wissen, dass nur ein Hovi in Frage kommt.
30.03.2010
Endlich ist das Wetter mal wieder dergestalt, dass man die Kleinen rauslassen kann, ohne Frostbeulen befürchten zu müssen. Noch sind sie unsicher, um was es sich bei der ungewohnten Umwelt handelt. Das Gefiepe ist erheblich und der Drang zurück ins Welpenzimmer setzt recht schnell wieder ein.
Aber wenn es interessantes Spielzeug wie den Welpentunnel zu erforschen gibt, siegt die Neugier. Und man kann den Tunnel so schön gegen die Geschwister verteidigen.
Der Spieltunnel ist äußerst beliebt
Auslauf - endlich mal bei Sonnenschein
31.03.2010
Die großräumige Umgrenzung der Wurfkiste mit dem Kleintiergehege hat ausgedient - sie hält den Attacken nicht mehr stand und ist zum Spielzeug verkommen. Dafür kann man jetzt endlich mal auf dem Hof spielen.
Löwenkäfig: Wer ist drinnen, wer ist
draußen?
Boah, echte Crocs! Mal sehen, ob wir die
nicht kleinkriegen
01.04.2010
Schuhe und Schnürsenkel werden immer interessanter. Socken sowieso. Vor allem die der Besucher.
Erzähl mir was vom Pferd!
02.04.2010
Pferdebesuch! Nach anfänglichem Respekt wuselten die Welpen um die Hufe und leckten und kniffen die Nüstern des freundlichen und höchst geduldigen Western-Pferdchens.
Das wäre also auch geklärt. Pferde gibt es, und sie sind "größtenteils harmlos".
Müsli-Bar: Haferflocken, viel Quark, Banane,
Apfel - lecker!
06.04.2010
Entspannte Mutter-Kind-Gruppe
Gesäugt wird nur noch sporadisch. Zu spitz sind die Milchzähnchen. Aber lecker Müsli, andere Breichen, Fleisch und auch Trockenfutter zum dran gewöhnen bieten reichlich Abwechslung und entschädigen für den weitgehenden Entzug der Muttermilch. Dafür geht es zwischen Mutter und Kinderchen inzwischen recht entspannt zu. Sie begreifen, dass es nur heiße Ohren gibt, wenn man sich wie früher wild auf die Zitzen stürzt.
07.04.2010
Raubtiere ...
Gestern abend ist etwas passiert, was ich so nicht erwartet hätte. Ira schlich um den Kühlschrank und signalisierte unmissverständlich, dass ihr die gerade verdrückte Schüssel Futter nicht gereicht hat und sie gerne noch ein Stück Fleisch hätte. Da sie immer noch säugt, packte ich ihr noch einen ordentlichen Brocken aus - es dürfte ein knappes Kilo gewesen sein. Aber statt sich wie gewohnt auf ihren Fressteppich zu begeben, lief sie zur Türe. Zunächst verwies ich sie auf den Teppich, aber erst als sie das klipp und klar verweigerte, dämmerte mir, was sie vorhatte. Sie rannte schnurstracks zum Welpenzimmer, wo sie sofort von den Welpen umringt wurde, und ließ das Fleisch mitten in den wuselnden Haufen fallen. Die kleinen Raubtiere stürzten sich natürlich sofort darauf. Im Nu war der Brocken in mehrere Teile zerrissen, um die sich dann einzelne Grüppchen balgten. Ira besah sich die Szene ein paar Minuten, dann ging sie in die Mitte und würgte ohne große Umstände ihr gesamtes Futter wieder aus. Ein Festmahl für die Kleinen. Nachdem alles bis auf den letzten Brösel
aufgeschleckt war, widmeten sie sich wieder dem Fleisch. Reihum wurde unter Gezerre und Geknurr abgebissen, und nach einer halben Stunde war alles verdückt.
So viel ursprünglicher Wolf in der sanften Ira hat mich denn doch verblüfft. Ich bin gespannt, ob das eine einmalige Anwandlung war oder ob sich das jetzt jeden Abend wiederholt ...
Freizeitpark
10.04.2010
Das Wetter bessert sich - und der Welpen-Spielgarten ist jetzt die Attraktion. Und für's Stubenreinheits-Training ist es auch förderlich.
"So nicht, Kinder!"
13.04.2010
Die Erziehung durch die Mutter geht recht lautstark und furchteinflößend vonstatten. Davon habe ich mich inspirieren lassen: Konsequentes, lautes Schimpfen und Knurren und ein sanfter, aber energischer Schnauzengriff haben das leidige Hosenbeingezerre und Schuhebeißen weitgehend zum Erliegen gebracht.Im Ernstfall genügt eine kurze, deutliche Ansage, und sie lassen sofort los. Jaja, ok, die meisten jedenfalls - der eine oder andere braucht gelegentlich noch einen Extra-Anschiß. Immerhin ist das Waten durch das Welpengewusel so bereits wesentlich entspannter.
"Was für ein Abgrund! Ist Dir auch so
schwindlig?"
Katze? Schaun mer mal
15.04.2010
Mit dem Kater klappt es auch. So ganz
geheuer ist ihm der Haufen Hunde zwar nicht, aber mehr als eine Flaschenbürste erscheint ihm nicht notwendig. Und die Kleinen sind ohnehin nicht sonderlich an ihm interessiert.
"Also gut, wenn's unbedingt sein muss..."
19.04.2010
Spielen, spielen, spielen. Und ab un zu mal schlafen. Meist genau da, wo man vor Müdigkeit umgefallen ist. Sehr angenehm ist auch die gelegentliche Ganzkörpermassage von Mama. Davon kann man gar nicht genug kriegen.
Kopfmassage
Macht Lärm und bewegt sich
Macht noch mehr Lärm (enthält leere Dosen)
20.04.2010
Heute war großer Impf- und Chip-Termin. Also alle ab ins Auto - denkste. Dazu waren vorab ein paar Maßnahmen erforderlich, um die 8 überhaupt erstmal in das Gepäckabteil des Kombis hineinzuverfrachten und dann daran zu hindern, gleich wieder hinauszuhüpfen. Nachdem das geregelt war, konnten unter großem Geheul und Gekläff die 5 km bis zur Tierärztin in Angriff genommen werden, wo schließlich alle mit tatkräftiger Hilfe der Arzthelferinnen erfolgreich im Behandlungszimmer landeten. Dort ging das lautstarke Konzert zunächst weiter, aber nach ein paar Minuten kehrte überaschend Ruhe ein - sie waren sämtlich tief und fest eingeschlafen und wurden auch auf dem Behandlungstisch nicht wirklich wach. Untersucht, geimpft und gechipt wurden sie so quasi in Halbnarkose, und selbst das Einsetzen des Chips rief keine nennenswerten Reaktionen hervor. Wieder zurück auf dem Boden wurde einfach weitergeschlafen. Großes Lob gab es für die Qualität des Wurfs, die Gesundheit, die prächtige Entwicklung und das ruhige Wesen, eine Wiederholung nächstes Jahr wurde dringend anempfohlen. Klar, machen wir.
27.04.2010
Abschiedsfoto? Och nö.
Die kleine Aliza ist heute zu ihren neuen Besitzern an die Donau gezogen. Sie darf künftig das Wohnhaus, ein großes Gartencenter und die dazugehörigen Gewächshäuser, die Baumschule und die Rosenzucht bewachen. Ein großes Gelände, und sie darf natürlich überallhin mit. Sie genießt die intensive Betreuung durch die hundeerfahrene Chefin, und eine passende Welpenspielgruppe ist offenbar auch schon gefunden.
02.05.2010
Da waren's nur noch zwei ...
Afra hat ein neues Zuhause bei einer Familie mit viel Hovi-Erfahrung in der Boss-Stadt Metzingen gefunden. Achilles bleibt im nächsten Dorf – immerhin ein ganzer Kilometer bis dorthin – bei einer ganz lieben Familie, und Amor wird Schweizer am schönen Ägerisee bei einem ebenfalls bereits Hovi-erfahrenen Paar.
Somit gäbe es noch einen schwarzmarkenen Rüden, den mächtigen Apollo, und die clevere, agile Aika, die auf jemanden wartet, der ihre Talente nicht verkümmern lässt, nachdem ihre Karriere als Therapiehündin durch einen tragischen Unglücksfall in der Familie ihrer ursprünglichen zukünftigen Besitzerin jäh beendet wurde, noch bevor sie begann.
01.05.2010
Ariel "Ari" Wart vom Eigenhof wird herzlich begrüßt
Ariel und Amir sind nun ebenfalls in ihre neue Heimat umgezogen. Alles verlief problemlos und entspannt. Ariel wurde von der 10jährigen Hovi-Hündin Donna gleich abgeschleckt und war damit ins Rudel aufgenommen. Auch die kleine Daisy fand den Zuwachs völlig in Ordnung. Nach ausführlicher Inspektion der neuen Umgebung legte er sich erstmal schlafen. Wir werden ihn bald mal besuchen – es ist ja nicht weit bis ins übernächste Dorf ...
Auch Amir hat die erste Nacht in seiner neuen Heimat
prima überstanden, ohne großen Trennungsschmerz. Bei der liebevollen Betreuung durch die Familie, insbesondere die zwei Töchter, auch nicht weiter verwunderlich. Nächste Woche darf er mit Frauchen gleich mal seine künftige Teilzeit-Wirkungsstätte inspizieren – eine schicke Werbeagentur im Herzen von Esslingen am Neckar. Die Belegschaft ist schon mächtig neugierig auf den neuen Mitarbeiter.
19.05.2010
Amir geht es ebenfalls prächtig in seinem neuen Heim. Wie man sieht, ist er bereits völlig Herr der Lage ...
04.05.2010
Da waren's wieder drei ...
Leider gab es in letzter Minute in dieser Form nicht vorhersehbare Probleme mit der neuen Heimat von Achilles. Alle sind traurig darüber, vor allem die Kinder hatten sich schon sehr gefreut.
12.06.2010
Post von Afra. Ihr geht es offenbar prächtig. Sie schreibt:
„Hallo Wulff Wendelstein, prima, dass du mir schon so viel beigebracht hast, das hat mir mächtig viel Lob eingebracht und mich noch mehr motiviert.
Klar muss ich noch viel lernen – wie Annelie so schön sagt.
Aber – auch Wolfgang hat dazugelernt. Z. B., dass Hunde sehr wohl, so mir nix dir nix, einfach auf der Menschenmatratze schlafen können.
Annelie hat auch schon dazugelernt. Z. B., dass ich einfach auch meinen Standpunkt habe. Punkt und basta. Wenn sie morgens schon sehr früh meint, die Luft ist so frisch und Bewegung ist das Tor zum Leben ... ich aber einfach noch nicht so fit bin, dass es dann besser ist, mich nur in den Garten zu lassen und ihr „Fitnessprogramm“ auf nachmittags zu verschieben - wenn es mir auch passt.
Oder, dass das tolle Kissen, das sie mir aus dem Internet bestellt hat, einfach nicht mein Ding ist. Da konnten sie es mir noch so anpreisen, ich wollte es einfach nicht. Nun - es ging ja doch. Sie überlegte, was „der Hund“ vorher hatte - ja, eine Matratze, und auf der Bühne hatte sie tatsächlich noch eine richtig gute Kindermatratze. Also – geht doch – manchmal ist es eben gut, seinen Standpunkt mit Nachdruck durchzusetzen.
Einen kleinen Steg haben sie mir auch gebastelt. Oft nehme ich ihn, aber oft springe ich voller Lust und Tempo über die Stufen.
Auch wenn ich mit Annelie und auch mit Wolfgang durch tiefes Gras springe, durch den Wald streife, am kleinen Bachufer spiele, durch Matschgräben (ohne sie) rase, im Laub raschle, diese kleinen Krabbeltiere haben mich bis jetzt kaum heimgesucht. Weiß auch nicht, was da bei uns los war. Vielleicht hatten wir bis jetzt einfach nur Glück. Jedenfalls hat sie diesen kleinen Kamm noch nicht gebraucht.
Sag auch einen lieben Gruß an Susanne [Oma Line, d. Red.]. Das Spielzeug, das sie mitgegeben hat, ist doch mein Liebstes. Und manchmal, ja manchmal muss ich doch noch leise seufzen, wenn ich daran knabbere. Aber nur für einen kurzen Moment, denn schon sind streichelnde Hände da.“
13.06.2010
Aika hat eine neue Heimat! Kaum zu glauben, aber wahr - sie wird tatsächlich Therapiehund. Das scheint wohl von Anfang an ihre Bestimmung gewesen zu sein.
Sie kommt zu einer ganz lieben Familie in Schwäbisch Gmünd. Beide sind Sozialarbeiter, haben zwei Kinder und sogar schon etwas Hovi-Erfahrung - seine Mutter hatte eine Hovi-Hündin, die leider vor einiger Zeit an einer zu spät diagnostizierten Leishmaniose gestorben ist.
Den Kontakt hat ein gemeinsamer Freund vermittelt - danke, Manfred, das war ein Volltreffer!
14.06.2010
Amir Baron Wart vom Eigenhof in Österreich
Amir erzählt, er kennt inzwischen
- Gondel fahren
- Sesselbahn fahren
- Kühe
- Esel
- Hühner
- Pferde
- Almen
- Österreicher
Vor allem der letzte Punkt ist natürlich enorm wichtig, schließlich gilt Adel dort noch etwas.
19.06.2010
Post aus der Schweiz: "Amor geht es bestens, er macht uns sehr, sehr viel Freude, denn er hat wirklich einen feinen Charakter. Gewachsen ist er auch schon ordentlich und hast auch schon so lange staksige Beine. Morgen wird er wieder mal gewogen, wir haben das Gefühl, er geht stramm auf die 20 kg zu (zumindest ist das das gefühlte Gewicht, wenn ich ihn die Treppe rauf- und runtertrage).
Langsam kommt er in die Flegeljahre, kein Teil - bevorzugt Schuhe - ist vor ihm sicher. Auch aus dem Garten schleppt er jede Menge Gras, Äste und sonstigen Mist, den er so unter den Sträuchern findet, an. Er ist unbekümmert, fröhlich und voller Temperament. Ab nächster Woche geht er mit meinem Mann in die Hundeschule (Welpen- und Junghundgruppe). Wir glauben, er braucht das jetzt langsam..."
20.06.2010
Apollo - frisch aus dem Bach
Achilles hat eine liebe Hovi-erfahrene Familie in Bad Schussenried am Rand des württembergischen Allgäus gefunden.
Noch ist er aber bei uns und genießt das Spielen und Toben im Kreise der Geschwister Apollo und Aika.
30.06.2010
Auch Apollo hat jetzt "seine" Familie gefunden. Er zieht übermorgen in eine kleine Ortschaft oberhalb des Filstals bei Göppingen. Dort gab es bis vor wenigen Tagen eine blonde Hovidame, die leider mit knapp 5 Jahren wegen einer praktisch binnen Stunden sich auf den ganzen Körper ausbreitenden Lähmung eingeschläfert werden musste. Gift? Eine Infektion? Keiner weiß es, auch der erfahrene Tierarzt war ratlos. Der Schmerz über den Verlust war groß - aber die ganze Familie war sich einig, nicht in monatelange Trauer zu versinken, sondern die Lücke im Rudel schnellstmöglich wieder zu schließen.
Apollo wird diese Aufgabe mit Sicherheit bravourös meistern.
03.07.2010
Gestern wurde Apollo abgeholt, und heute habe ich Achilles in sein neues Zuhause beim Federsee chauffiert. Er hat sich dort offenbar sofort wohlgefühlt und ist der Bruthitze in den kühlen, kristallklaren Bach entflohen, der durch das Grundstück fließt.
Und als es an den
Mama Ira in Achilles' Bächle - was für ein Luxus ...
Abschied ging, ist er schnurstracks ins Haus entschwunden, als ob er schon immer dort hingehörte. Mama Ira und ich waren schon nicht mehr wichtig.
Auch Apollo hat sich sofort in sein neues Rudel integriert, verteidigt mit selbstbewußtem, wohldosiertem Gebell Haus und Hof und benimmt sich wie ein "Großer". Das ganze Rudel ist hellauf begeistert.
04.07.2010
Leer und still ist es auf dem Eigenhof ohne die Welpen. Sehr gewöhnungsbedürftig. Aber auch wenn es unüblich lange gedauert hat, bis alle gut untergebracht waren – der nächste Wurf ist fest eingeplant, da gibt es gar kein Vertun. Bono vom Jurameer hat die Latte hoch gesetzt, was die inneren und äußeren Qualitäten der Welpen vom A-Wurf betrifft, und wir werden uns
alle Mühe geben, bis zum nächsten Frühjahr einen Rüden zu finden, der seine Aufgabe vergleichbar gut erledigt. Und Ira wird bestimmt auch beim nächsten Wurf wieder beweisen, welch instinktsichere, fürsorgliche und geduldige Mutterhündin sie ist.
Wart vom Eigenhof — Hovawarte
© Wulff Wendelstein 2010 — zuletzt bearbeitet am
08.07.2011